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Kalkulationen im Friseursalon: Wenn Zahlen Haltung bekommen

Kalkulation wirkt nüchtern – und ist doch etwas sehr Menschliches: Sie schützt Zeit, schafft Luft zum Atmen und macht Qualität wiederholbar. Wer Stundensatz, Fixkosten und Marge klar sieht, arbeitet nicht härter, sondern wahrhaftiger. Auf Friseurschmiede.de bündeln wir Kalkulationen, die im Alltag tragfähig sind: vom Stundensatz bis zum Mindest-Tagesumsatz, von Materialkosten bis zum Deckungsbeitrag. Dabei bleibt der Ton leise und der Blick wach: Wir zeigen Optionen & Kalkulationen.

Fixkosten & Nettolohn: Das Fundament, das niemand sieht

Fixkosten sind die stillen Begleiter eines Salons: Miete, Energie, Versicherungen, Software, Gebühren – und der Nettolohn, der nicht „übrig“ bleiben sollte, sondern bewusst eingeplant wird. In der Fixkosten-Kalkulation wird sichtbar, was sonst im Hintergrund verschwindet. Wer das Fundament kennt, verhandelt Preise nicht aus Angst, sondern aus Stabilität. So entsteht ein Alltag, in dem nicht jeder Tag ein Risiko ist, sondern ein Schritt auf einer verlässlichen Linie.

Fixkosten- & Nettolohn-Stundensatz-Kalkulator für Friseure

Das Ergebnis zeigt den Mindest-Stundensatz, den Sie ansetzen sollten, um Ihre eingetragenen Fixkosten verlässlich zu decken.

Der Wareneinsatz ist hier noch nicht enthalten (z. B. Shampoo, Farbe etc.). Dieser wird erst bei der Kalkulation einzelner Friseurleistungen berücksichtigt.

Fixkosten erfassen – die Basis Ihrer Rechnung

Tragen Sie Ihre laufenden Kosten ein, damit eine belastbare Stundenkalkulation für Ihren Friseurbetrieb entsteht. Sie können Werte monatlich oder jährlich angeben – die Umrechnung erfolgt automatisch.

Ziel-Nettolohn (Inhaber / Einzelunternehmer)

Optional: Wenn Sie Ihren Unternehmerlohn bewusst als festen Bestandteil der Kalkulation berücksichtigen möchten.

Arbeitszeit & verrechenbare Stunden

Mindest-Stundensatz (Fixkostenbasis): €0.00

Orientierungswert Tagesumsatz: €0.00

Orientierungswert Monatseinnahmen: €0.00

Ihr Tagesabschluss sollte mindestens €0.00 erreichen, damit Ihre Fixkosten (inkl. Ziel-Nettolohn) gedeckt sind.

Worum es in diesem Rechner geht

Dieser Kalkulator soll Ihnen zeigen, welchen Mindest-Stundensatz Sie brauchen, damit Ihr Salon „nicht ins Minus“ rutscht. Er rechnet aus, wie viel Geld pro Stunde hereinkommen muss, damit Ihre Fixkosten (und optional Ihr Ziel-Nettolohn) gedeckt sind. Das Ergebnis ist kein „Wunschpreis“, sondern eine solide Untergrenze für Ihre Preisgestaltung.

Schritt 1: Fixkosten werden gesammelt und auf ein Jahr gebracht

Zuerst addiert der Rechner alle Fixkosten, die Sie eingetragen haben (z. B. Miete, Nebenkosten, Versicherungen usw.). Wenn Sie „Monatlich“ gewählt haben, wird jede Zahl automatisch mit 12 multipliziert. So entsteht immer ein Jahreswert. Dadurch kann der Rechner alles sauber vergleichen und später auf Stunden herunterbrechen.

Schritt 2: Ziel-Nettolohn wird optional dazu gerechnet

Wenn Sie einen gewünschten Nettolohn eintragen und das Häkchen „Ziel-Nettolohn nicht berücksichtigen“ nicht setzen, wird dieser Nettolohn ebenfalls in die Jahresrechnung aufgenommen. Auch hier gilt: Bei monatlicher Eingabe wird der Wert auf ein Jahr hochgerechnet. Wenn Sie den Nettolohn ausschließen, rechnet der Kalkulator nur mit den reinen Fixkosten.

Schritt 3: Aus Arbeitszeit wird „verrechenbare Zeit“

Danach schaut der Rechner auf Ihre Arbeitszeit. Er nimmt „Arbeitsstunden pro Tag“ × „Arbeitstage pro Woche“ × 48 Wochen. Das ist die theoretisch mögliche Arbeitszeit im Jahr. Von dieser Zeit zieht er Ihre „Zeit ohne Kundentermin“ ab (also Zeiten für Putzen, Einkauf, Telefonate, Social Media, Verwaltung, Vor- und Nachbereitung). Das Ergebnis heißt: „Effektiv verrechenbare Stunden pro Jahr“. Nur diese Stunden können Geld verdienen.

So entsteht der Mindest-Stundensatz

Nun kommt der Kern: Der Rechner teilt die gesamten Jahreskosten durch die effektiv verrechenbaren Jahresstunden. Das bedeutet ganz einfach: „Wie viel Euro muss jede Kundenstunde im Schnitt bringen, damit alles bezahlt ist?“ Daraus ergibt sich der Mindest-Stundensatz (Fixkostenbasis). Wenn Sie sehr wenige verrechenbare Stunden haben, steigt der Mindest-Stundensatz automatisch – weil sich die gleichen Kosten auf weniger Stunden verteilen.

Umsatzsteuer: Warum sich das Ergebnis verändern kann

Wenn Sie „Ergebnis brutto ausweisen (inkl. Umsatzsteuer)“ aktivieren, wird der Mindest-Stundensatz mit 1,19 multipliziert. Das ist nur eine Darstellung, damit Sie sehen, welcher Betrag „brutto“ auf der Rechnung stehen müsste. Für die eigentliche Kalkulation der Tragfähigkeit zählt in der Praxis oft der Netto-Blick – je nachdem, wie Sie rechnen und ausweisen.

Wie der Mindest-Tagesumsatz berechnet wird

Der Mindest-Tagesumsatz ist eine einfache Übersetzung: Mindest-Stundensatz × Arbeitsstunden pro Tag. So sehen Sie, welchen Tagesumsatz Sie ungefähr erreichen sollten, damit der Tag „trägt“. Der Hinweistext darunter passt sich automatisch an: Wenn der Nettolohn ausgeschlossen ist, steht dort „ohne Ziel-Nettolohn“, sonst „inkl. Ziel-Nettolohn“.

Wie die Mindest-Monatseinnahmen berechnet werden

Für die Monatszahl nimmt der Rechner den Mindest-Tagesumsatz und multipliziert ihn mit 21 Arbeitstagen. Das ist ein praxisnaher Richtwert (nicht perfekt für jeden Monat, aber gut als Orientierung). Wenn Sie weniger oder mehr Arbeitstage haben, können Sie diese Monatszahl als groben Kompass verstehen.

Was dieser Rechner bewusst nicht mit einrechnet

Dieser Kalkulator berücksichtigt keinen Wareneinsatz (z. B. Farbe, Shampoo, Pflegeprodukte) und keine variablen Kosten pro Leistung. Er zeigt die Untergrenze für Ihr „Grundgerüst“. Für einzelne Dienstleistungen kommt später der Material- und Zeitaufwand oben drauf. Denken Sie an den Rechner wie an ein Fundament: Erst wenn das Fundament stimmt, können Leistungen sicher kalkuliert werden.

So nutzen Sie das Ergebnis sinnvoll im Alltag

Nehmen Sie den Mindest-Stundensatz als Sicherheitslinie. Liegen Ihre tatsächlichen Preise darunter, fehlt Ihnen langfristig Luft – entweder bei Rücklagen, bei Investitionen oder beim eigenen Einkommen. Liegen Sie darüber, entsteht Spielraum: für Qualität, für Team, für Weiterbildung und für einen Salonalltag, der nicht nur funktioniert, sondern sich auch gut anfühlt.

Mindest-Tagesumsatz & Auslastung: Ein Plan, der den Tag entlastet

Der Mindest-Tagesumsatz ist kein Druckmittel – er ist ein Kompass. Er zeigt, ab wann Fixkosten und Nettolohn gedeckt sind, und ab wann der Tag beginnt, wirklich zu tragen. In der Auslastungs-Kalkulation wird aus Hoffnung eine Struktur: Wie viele Termine sind realistisch? Welche Services zahlen auf das Ziel ein? Welche Lücken sind Pausen – und welche sind Lecks? Wer seinen Mindestumsatz kennt, kann freundlich entscheiden: Angebote, Zeiten, Pakete und Prioritäten, ohne sich selbst zu verlieren.

Preisgestaltung & Marge: Fairness, die bleibt

Preisgestaltung ist Beziehung: zwischen Leistung, Material, Ergebnis und Erwartung. Eine gesunde Marge ist kein Luxus, sondern die Bedingung, unter der Qualität dauerhaft möglich wird. In der Marge- und Deckungsbeitrags-Kalkulation zeigt sich, welche Services tragen, welche nur laufen, und wo Materialkosten, Zeit oder Zusatzaufwand die Wahrheit verschieben. Wer sauber kalkuliert, kann fair bleiben – gegenüber Kundschaft, Team und sich selbst. Und genau dort wird Professionalität spürbar: nicht laut, sondern konsequent.